Ich grüße euch, liebe Geschwister, liebe Freunde!
Ich wollte euch über unsere Weihnachtsreise nach Moldawien und in die Ukraine berichten. Sie fand vom 27.12.24 bis 13.01.25 statt, mit insgesamt 9 Personen.
Gott hat uns besonders gesegnet: Wir hatten keine Pannen, keine Bomben oder Raketenangriffe und auch keine sonstigen Schäden. Selbst im Auto waren wir sicher und hatten keine Unfälle.
Allerdings war eine Situation ziemlich angespannt. Vor der Grenze zu Polen gerieten wir aufgrund von Schneefall und glatten Straßen stark ins Schleudern. Wir fuhren nicht schnell, etwa 50 km pro Stunde, aber wegen der rutschigen Straße begann das Auto von einer Seite auf die andere zu rutschen. An der Seite befand sich eine mehr als einen Meter tiefe Schlucht, dann Bäume. Aufgrund der Tatsache, dass es keine entgegenkommenden Autos gab und dank der Gnade und Bewahrung vom Herrn, hatten wir keinen Unfall. Mein Bruder Alexander und ich waren erstmal in Schockstarre. Aber der Herr hat uns beschützt und wir wussten, dass viele Gemeinden und Geschwister für uns beteten. Gelobt sei Gott für seinen Schutz und dafür, dass er uns vor schrecklichen Unfällen bewahrt hat.
Wir konnten mehr als 20 Dienste in Moldawien und in der Ukraine verrichten. Im Durchschnitt hatten wir etwa 3-4 Dienste pro Tag. Das war natürlich eine große Belastung. Aber wir alle wollten, dass so viele Menschen wie möglich das Evangelium hören. Wir hatten manchmal nur fünf Stunden Schlaf, wenn es gut lief sechs Stunden Schlaf, aber meistens weniger.
Das alles war Gottes Segen, und unsere Herzen sind erfüllt. Gelobt sei unser Gott für seine Gnade, dank ihm durften wir viele Dienste in Moldawien durchführen und seinen Willen erfüllen, ob es nun Kinderfreizeiten, der Dienst mit Witwen, Treffen mit den Eltern, bei denen die Kinder auf einer christlichen Freizeit waren, der Dienst mit Menschen mit Behinderung und der Dienst in zahlreichen Gemeinden. Am ersten Januar fuhren wir am Nachmittag mit unserer Gruppe in die Ukraine. Die Grenze war sehr schwierig zu durchqueren. Alle unsere Kartons mussten zur Kontrolle geöffnet werden und wir standen fast 3 Stunden an der Grenze. Es braucht immer so viel Geduld und Gebete.
Der erste Dienst fand in Tarutino in der Ukraine statt, 30-40 km von der Grenze entfernt, wir hatten dort ein Treffen mit der ganzen Gruppe in einem Waisenhaus. Wir hielten auch einen Gottesdienst in einer kleinen Gemeinde in Tarutino ab, aber etwa 50-60 Menschen mit Kindern kamen auf diese Einladung. Auch einige Nichtchristen kamen, obwohl die Gemeinde dort sehr klein ist. Es ist allein Gottes Gnade, dass er diesen Dienst gesegnet hat. Wir konnten sowohl an die Kinder als auch an die Erwachsenen Geschenke verteilen. Keiner musste ohne ein Geschenk nachhause gehen. Dafür danken wir dem Herrn von ganzem Herzen.
Durch Gottes Gnade vermittelte Gott einer Schwester, bei der wir wohnten, eine Gruppe, die zwei Ferkel schlachtete, und wir brachten das Fleisch nach Krementschuk, wo gerade ein Haus gebaut wurde. Dieses Fleisch sorgte für die Sättigung vieler Flüchtlinge in Krementschuk. Dort wird gerade ein Altenheim gebaut, und wir konnten viel Fleisch einfrieren für die Arbeiter und die Flüchtlinge, die dort hinkommen. Durch Gottes Gnade können wir bereits innerhalb von ein bis zwei Wochen Flüchtlinge im Altenheim unterbringen. Die Fliesen, die ich mitgebracht habe, und die Möbel waren ein großer Segen für die Einrichtung der kleinen Wohnungen und Zimmer für die Flüchtlinge. Gott hat sich besonders gnädig gezeigt, dass ein so großes Bauwerk mit seiner Hilfe errichtet werden durfte. Wir brauchen weiterhin eure Gebete.
Vor allem in Krementschuk und Tscherkassy konnten wir mit Gottes Gnade viel dienen in Kinderheimen, Internaten, Gemeinden und bei Gruppen mit Menschen mit Behinderungen. Das hat mein Herz mit großer Freude erfüllt, besonders als wir in Tscherkassy die Kinderstation für Onkologie in einem Krankenhaus besucht haben. Dort haben wir den krebskranken Kindern Geschenke gebracht. Es war ein herzzerreißendes Gefühl, zu sehen, wie diese Kinder wahrscheinlich das letzte Mal in ihrem Leben diese Geschenke erhalten haben. Bei vielen waren die Haare bereits durch die Chemotherapie ausgefallen. Ein Mädchen konnte nicht mehr stehen, weil sie durch die Chemo so geschwächt war, doch trotzdem hatte sie so eine Freude in den Augen, als sie ihr Geschenk erhielt. Das muss man einfach gesehen haben!
Wir sind froh, dass wir diesen Kindern Hoffnung geben konnten, und vertrauen darauf, dass Gott entscheidet, ob sie weiterleben oder ihr Leben bald zu Ende geht. Bitte betet dafür, dass das Wort, das wir in ihnen gesät haben, ein Segen für ihre Herzen bringt.
Der Krieg, der dort immer noch herrscht, beeinflusst viele Menschen und sie müssen mit den schwierigen Folgen leben. Selbst wir, die wir nur kurz dort waren, haben mit eigenen Augen gesehen, welche Folgen dieser Ausnahmezustand im Lande hat. Man sieht kaum noch männliche Jugendliche und Männer auf den Straßen. Da es nicht genügend Kräfte an der Front gibt, können die Sonderdienste und das Militär neue Rekruten am helllichten Tag direkt auf der Straße aufspüren. Sie werden auf öffentlichen Plätzen ausgespäht und vorgeladen. Ich habe einen solchen Vorfall mit eigenen Augen gesehen. Eine Schwester aus der Region Odessa erzählte mir, dass sogar bei Beerdigungen, während der Abschiedszeremonie, diese Sonderdienste kamen und die jungen Leute abholten. Das ist sehr traurig!
Auch in anderen Bereichen des täglichen Lebens ist der Krieg sichtbar. Eines Nachts, als wir in der Region Tscherkassy waren, sahen wir Jeeps in voller militärischer Bereitschaft. An der Rückseite waren Vorrichtungen zum Abschießen von Drohnen angebracht, kleine unbemannte Luftfahrzeuge, die mit Sprengstoff bestückt sind. Die Gefahr, die von ihnen ausgeht, besteht darin, dass sie ferngesteuert werden und über eine große Entfernung fliegen und bestimmte Objekte anvisieren können. Diese Drohnen machen den Einheimischen Angst, da sie direkt über Wohnhäuser fliegen. Eine Schwester erzählte, dass sie beim Geschirrspülen Drohnen über ihr Haus fliegen sah und Angst bekam. Die Ukraine macht momentan schwere Zeiten durch. Aufgrund der Umstände und der drohenden Gefahr sind die Menschen nicht sicher, ob es einen neuen Morgen für sie geben wird.
Natürlich vertrauen die Kinder Gottes auf den Herrn, aber viele sind trotzdem in großer ständiger Angst. Überall sind Sirenen zu hören, die eine dringende Evakuierung der Häuser ankündigen. Die Menschen werden angewiesen, sich in Luftschutzbunkern zu verstecken. Besonders in Kiew sind die Menschen einer ständigen Bedrohung ausgesetzt.
Betet, dass Gott denen, die nichts mehr zu hoffen haben, Barmherzigkeit, Rettung und Hoffnung schenkt. Ich bin dem Herrn dankbar, dass er die Türen der Gemeinden öffnet, in denen unsere Brüder und Schwestern evangelisieren. Ich habe mit eigenen Augen viele reumütige und zerbrochene Herzen gesehen. Es ist eine große Gnade und die Gewissheit, dass unser Dienst nicht vergeblich ist.
Ich bin euch allen dankbar für eure Gebete und eure Unterstützung. Möge Gott euch reichlich segnen und betet weiterhin für den mir anvertrauten Dienst.
In Liebe und im Herrn verbunden
Juri Kleer
Abfahrt aus Düren und die Fahrt



Ankunft und Organisation des Kinderlagers in Moldawien






Veranstaltung eines Abends mit Eltern und Verteilung von Lebensmittelpaketen



Weihnachtsfeier auf dem Gemeindegelände mit eingeladenen Nicht-Gläubigen



Beschaffung von Lebensmitteln für Lebensmittelpakete für kinderreiche Familien und Bedürftige






Treffen mit Witwen in Tschadir-Lunga



Verteilen von Geschenken an Kinder



Neujahrsfeier mit der Gemeinde



Abschiedsgebet und Ankunft in der Ukraine (Tarutino)




Erwerb von zwei Schweinen für die Verpflegung für die Baumitarbeiter des Altenheims


Dienst an der Gemeinde in Tarutino



Durchführung der Kindertagesfreizeit im Kinderheim in Tarutino









Ankunft in Uman und Pastorentreff



Treffen mit dem medizinischen Personal und Verteilen von Geschenken im Krankenhaus





Treffen mit Witwen und Invaliden in Uman



Ankunft in Krementschuk, Dienst in der Gemeinde





Dienst in Neue Praga









Dienst in der Gemeinde und Geschenke für die Bauarbeiter des Altenheims



Altenheim






Besuch in einem Waisenhaus in Onufrievka



Besuch der Gemeinde in Pontajewka



Besuch in einem Waisenhaus in Krementschuk



Verteilung von Lebensmittelpaketen an Flüchtlinge






Treffen mit Witwen in Uman



Invalidentreff









Treffen mit Witwen in Solotonoscha



Rehabilitationszentrum



Besuch der onkologischen Abteilung im Krankenhaus von Tscherkassy









Besuch von Gemeinden in Tscherkassy



Besuch bei einem Invaliden, Serhiy Pastushenko, in Tscherkassy



Besuch der Gemeinde in Gorodischtsche






Gemeindebesuche in Tscherkassy und Schtscherbinowka



Die Rückreise und Ankunft in Düren




